"Zwangsburg im Breisgau" (*): verklemmt und voller Heuchelei
Während die Polizei in Berlin Nackte auf der Straße "ganz normal" findet, hagelt es im "sittsamen Freiburg" (Süddeutsche Zeitung) drastische Strafen (DM 4.000,- pro Nacktlauf).
Zeitungsausschnitt aus "Berliner Zeitung" vom 24. Mai 2000
 Für das Freiburger Verwaltungsgericht ist der
menschliche Körper ein "erschreckender Anblick" (siehe das
Urteil
gegen den "Nacktläufer von Freiburg" vom 17. 5. 1999, in dem
festgestellt wird, daß die Verhängung eines Zwangsgeldes in Höhe
von DM 4.000,- pro Lauf rechtmäßig sei), die Richter am
Oberlandesgericht Karlsruhe stellen gar fest, der Anblick eines männlichen
Gliedes sei geeignet, beim Betrachter "Ekel, Abscheu, Angst und Schrecken"
zu erzeugen (siehe das letztinstanzliche Urteil des
Oberlandesgerichts Karlsruhe, in dem Nacktlaufen in der Öffentlichkeit
als Ordnungswidrigkeit bezeichnet wird und der "Nacktläufer" zu einer
Buße von DM 600,- pro Lauf verurteilt wird). Eine ganz besondere Rolle in
dieser heuchlerischen Provinzposse spielen die Freiburger Behörden, allen
voran die Polizeibehörde: Im Auftrage der Polizeibehörde hatte das Freiburger
Gesundheitsamt nämlich zu prüfen, ob man den unbequemen Doktor nicht
zwangweise in die Psychiatrie einweisen könne, und das Freiburger
Gesundheitsamt versuchte, wenn dies schon nicht möglich ist, ihm wenigstens
seine Zulassung als Psychotherapeut zu entziehen (siehe Repressalien der Freiburger Behörden
gegen den "Nacktläfer von Freiburg"). Die Frage ist, wie "intelligent"
die Zwangsburger Behörden verfahren ... (Siehe dazu: Sind die Freiburger Behörden (-vertreter) schlauer als Ratten?)
Dem heuchlerischen Urteil des Oberlandesgerichts
war ein nicht minder groteskes Urteil des Freiburger Amtsgerichts vorausgegangen
(siehe Der Affenprozeß). Die gesamte Geschichte des "Nacktläufers von Freiburg" ist auf der
Homepage der von ihm gegründeten Bürgerinitiative "Wald-FKK" nachzulesen.
Das Freiburger Behörden allerdings nicht
die einzigen sind, die trostlos verklemmt reagieren, zeigt folgender Bericht
aus der Hamburger Morgenpost: Die
sonderbare FKK-Philosophie eines Osdorfers. Hier ist mal wieder seitens der
Polizei von "Geschädigten" die Rede. Diese verklemmten Menschen,
die eine Verfolgungsjagd auf einen Nackten veranstalten und dazu auch noch
"unschuldige Kinder" mißbrauchen, benötigen allesamt
dringend eine Psychotherapie.
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